Trächtigkeitskalender

 

1. Woche
 

Für den Fall, dass Ihre Hündin Medikamente nehmen muss, gehen Sie bitte zum Tierarzt und besprechen Sie die Medikamentenvergabe bevor Sie dem Tier ein Medikament verabreichen. Die Hündin sollte normal gefüttert und normal bewegt werden. Bitte keine Insektizide benutzen oder Impfungen mit lebend Stoffen verabreichen.

 

Mo, 21.11.2016

Erster Deckungstag. Sperma wandert ausserhalb der Gebärmutterschleimhaut. Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, sollte der Deckakt innerhalb von 48 Stunden nach dem ersten Deckakt wiederholt werden.

Avani wurde von Eiven das erste Mal gedeckt.

 

Di, 22.11.2016

Sperma wandert zu den Eileitern. Die Spermien bleiben in den weiblichen Geschlechtsorganen eine Zeitlang befruchtungsfähig. Bei den Säugetieren ist diese Zeit im allgemeinen recht kurz (ca. 24 Std).

 

Di, 22.11.2016
bis
Mi, 23.11.2016

Sperma erreicht die Eileiter, in denen sich reife Eizellen befinden.


Do, 24.11.2016

Befruchtung der Eizellen (in den Eileitern).

Eiven hat Avani heute das letzte Mal gedeckt.

 

Do, 24.11.2016
bis
Sa, 26.11.2016

Die befruchteten Eizellen wandern in den Gebärmutterhals.

Die ganze Woche über war Avani sehr müde.

 

2. Woche

Pflege und Haltung der Hündin wie in Woche 1.

 

Mo, 28.11.2016
bis
Fr, 02.12.2016

Die Eizellen entwickeln sich zu Blastocyten.

 

Fr, 02.12.2016
bis
So, 04.12.2016

Die Embryos erreichen die Gebärmutter.

Unsere beiden Hunde sind sehr fleißig beim Mäusebuddeln . Mir kommt es vor, als möchten Sie sich einen Vorrat für die Familie anlegen (zum Glück sind die Nester meistens leer). Avani ist seit der Deckung sehr verschmust und liebesbedürftig.

 

3.Woche

Die Hündin leidet möglicherweise unter morgendlicher Übelkeit aufgrund der hormonellen Umstellung oder Spannungen in der Gebärmutter. Füttern Sie kleine Mahlzeiten mehrmals am Tag, um gegen die morgendliche Übelkeit zu helfen. Falls die morgendliche Übelkeit anhält, kann der Tierarzt ein Mittel verschreiben, um die Gebärmutter zu beruhigen. Manche Hündinnen fressen ab dem 20. Tag für einige Tage gar nichts oder zumindest sehr wenig. In der Regel pegelt sich ihr Fressverhalten danach wieder ein. Viele Hündinnen sind jetzt besonders anhänglich.

 

Mo, 05.12.2016
bis
Mo, 12.12.2016

Am 19. Tag setzen sich die Keimbläschen (sog. Blastocyten) in der Gebärmutterwand fest. Diese formen embrionale Bläschen. Ab dem 21. Tag sondern viele Hündinnen zähflüssigen, klaren Schleim ab. Das ist das eindeutigste Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat.

Avani ist sehr anhänglich geworden und würde am Liebsten immer etwas erbetteln.

 

4. Woche

Am 22. Tag sind die Embryonen sichtbar. Der Herzschlag kann zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden. Anstrengende Aktivitäten sind jetzt zu vermeiden.Die Proteinzufuhr im Futter kann erhöht werden. Hierfür eignet sich sehr gut die Gabe von Welpenfutter. Zu diesem Zeitpunkt kann mit einer Ultraschalluntersuchung der Zustand der Trächtigkeit festgestellt werden. Besprechen Sie mögliche Risiken einer solchen Untersuchung mit dem Tierarzt.

 

So, 11.12.2016
bis
So, 18.12.2016

Die Augen und die Nervenstränge im Rückenmark werden gebildet. Die Organbildung beginnt. In dem derzeitigen Zustand sind die Embryonen sehr stark defektgefährdet. Die Entwicklung der Zitzen beginnt.

 

Do, 15.12.2016 (Ultraschalltermin)

Wir freuen uns riesig, denn der heutige Ultraschall verlief positiv.

Auf dem Monitor konnten wir schon die kleinen Herzen schlagen sehen.

 

Fr, 16.12.2016
bis
Di, 20.12.2016

Dies ist der beste Zeitpunkt, um die Trächtigkeit anhand des Herzschlags zu diagnostizieren. Die Embroynen sind etwas walnussgroß und sind gleichmäßig im Uterus verteilt.

 

5.Woche
 

Die Hündin hört auf, die Beine anzuziehen, weil das Gewicht ansteigt und die Welpen sich drehen. Das Anschwellen der weiblichen Scham wird merkbarer. Bitte achten Sie auf das Gewicht der Hündin und überfüttern Sie nicht. Die Herzschlag ist aufgrund der ansteigenden Flüssigkeit in der Gebärmutter nicht mehr länger als Diagnosemethode nutzbar.

 

Mo, 19.12.2016

Zehen, Barthaare und Krallen beginnen sich zu entwickeln.

Die Futterration wird langsam gesteigert.

 

So, 25.12.2016

Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen.Die Föten sehen nun aus wie Hunde. Kopf und Rumpf sind unterscheidbar. Das Geschlecht ist bestimmbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln. Der Herzschlag der Föten ist per Stetoskop hörbar. Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an.

 

6. Woche
 

Machen Sie die Hündin mit der Welpenbox vertraut. Lassen Sie sie dort schlafen. Erhöhen Sie die Anzahl der Mahlzeiten und behalten Sie ihr Gewicht im Auge.

Die Mahlzeiten werden auf den Tag in kleinere Portionen verteilt.

Avanis Rundungen sind schon gut zu sehen. 

 

7. Woche
 

Die Hündin sollte jetzt nicht mehr mit anderen Hunden rauhe Spiele spielen oder springen. Per Röntgenaufnahme lassen sich Anzahl und Größe der Hündchen bestimmen. Die Hündin sollte nur dann geröntgt werden, wenn Schwangerschaftsprobleme auftauchen oder zu diesem Zeitpunkt noch immer unsicher ist, ob sie tatsächlich Welpen bekommt. (z.B. Verdacht auf Einfrüchtigkeit) Ansonsten stellt das Röntgen eine unnötige Belastung dar. Ab der 7. Woche messen Sie der Hündin einmal täglich rektal die Temperatur und notieren diese Werte.

 

Mi, 04.01.2017

Die Knochen verstärken sich. Die Welpen können nun leicht unter der Bauchdecke ertastet jedoch noch schlecht gezählt werden. Die Haare am Bauch der Hündin fallen aus.

Durch das Bäuchlein ist sie nun nicht mehr so schnell und elegant unterwegs.

 

8. Woche
 

Die Hündin hat weniger Hunger, was durch den Platzmangel im Bauch verursacht wird. Unterrichten Sie Ihren Tierarzt über den zu erwartenden Geburtszeitpunkt und erörtern Sie mit ihm mögliche Probleme. Stellen Sie die Utensilien für die Geburt zusammen und bereiten Sie alles vor.

 

Sa, 07.01.2017
bis
So, 15.01.2017

Die Hündin verbringt sehr viel mehr Zeit mit der eigenen Körperpflege. Die Zitzen schwellen weiter an. Die Hündin wird unruhiger und sucht einen geeigneten Platz fürs Werfen. Sorgen Sie dafür, dass sie den Platz fürs Werfen so angenehm wie möglich vorfindet. Je nach Rasse kann man kleine Handtücher oder Waschlappen auf die Unterlage der Wurfkiste legen, um der Hündin Material für ihren "Nestbau" zu geben.

 

Mo, 09.01.2017

Füttern Sie mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag, da der Bauch beengt ist. Die Bewegung der Welpen im Mutterleib ist leicht erkennbar, wenn man die flache Hand vorsichtig auf den Bauch der Hündin legt. Sie muss dazu völlig entspannt sein.

 

Mo, 09.01.2017
bis
Di, 24.01.2017

Säubern Sie Bauch und Schambereich mit warmem Wasser. Kürzen Sie das Haar rund um die Zitzen, um den Welpen den Zugang zu erleichtern.

Avani will sich im Schrank bei den Socken ein Nest bauen.

 

9. Woche
 

Möglicherweise hat die Hündin keine Appetit mehr, wenn die Zeit der Niederkunft naht.

 

Do, 19.01.2017
bis
So, 22.01.2017

Die Hündin wird ruhelos und beginnt 'Nestbau' Verhalten zu zeigen.

Avani´s Appetit lässt grad zu wünschen übrig.

 

Fr, 20.01.2017

Messen Sie nun morgens und abends die Temperatur der Hündin. Die normale Temperatur schwankt je nach Rasse und Alter der Hündin zwischen 37,5 und 39,4 Grad Celsius. Gerade wegen der großen Schwankungsbreite ist es wichtig, die normale Körpertemperatur zu kennen (Messungen 7. Woche). Wenn die Temparatur um ca. 1,5 bis 2 Grad Celsius fällt, werden die Welpen innerhalb der nächsten 6- 24 Stunden geboren.

Man kann nun mittlerweile die Bewegungen der Welpen gut fühlen.

Im Moment gefällt ihr der Schrank besser als Ihre Wurfkiste.

 

Sa, 21.01.2017

Die Hündin wirkt möglicherweise unglücklich, ruhelos, läuft immer hin und her und fühlt sich offensichtlich unwohl. Es kann sein, dass sich weisse Scheidenflüssigkeit absondert.

 

So, 22.01.2017

Der vorausberechnete Tag der Geburt. Viele Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag. Einige lassen sich auch bis zum 66. Tag Zeit. Beobachten Sie Ihre Hündin vor allem bei Verspätungen sehr genau. Übelriechender, dunkler Ausfluss ist ein Alarmzeichen, sofort den Tierarzt aufzusuchen. Spätestens am 66. Tag muss ohnehin ein Tierarzt konsultiert werden. Es könnten Geburtsprobleme wie zu große oder abgestorbene Welpen vorliegen. Dann kann nur schnelles Handeln das Leben von Mutter und Welpen retten.

 

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